Nimm dir für das Upgrade etwas Zeit und überstürze nichts.
Bevor du mit dem Upgrade beginnst, lies diese Anleitung bitte einmal vollständig durch.
0. Versionsabhängige Hinweise
Beim Upgrade auf bestimmte Versionen gibt es manchmal ein paar Neuerungen, die zu beachten sind. Diese sind in diesem Abschnitt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) aufgeführt.
- Seit Version 2.5 oder 2.5.1: Seit dieser Version gibt es in der
wp-config.phpeine weitere Variable, die gesetzt werden sollte, den SECRET_KEY. Weitere Details und eine Anleitung dazu gibt es hier.
Außerdem muss sich seit dieser Version die Sprachdatei im Ordner /wp-content/languages/ befinden.
- Seit Version 2.6: Der SECRET_KEY (siehe Seit Version 2.5 oder 2.5.1) wurde durch drei Keys ersetzt.
define('SECRET_KEY', 'XXXXXXXXXX');muss also aus derwp-config.phpentfernt werden – sofern vorhanden (da erst ab Version 2.5 unterstützt). Stattdessen muss folgender Code nach der Zeiledefine(’DB_COLLATE’, ”);eingefügt werden:
define('AUTH_KEY', 'XXX');
define('SECURE_AUTH_KEY', 'YYY');
define('LOGGED_IN_KEY', 'ZZZ');
- Seit Version 2.7: Es wurde aus Sicherheitsgründen ein weiterer Key hinzugefügt.
NONCE_KEYsollte hinter den 3 alten Keys hinzugefügt werden:
define('NONCE_KEY', 'XYZ');
- Seit Version 3.0 gibt es nun insgesamt acht Sicherheitsschlüssel. Hinzugekommen sind:
define('AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');
define('SECURE_AUTH_SALT', 'put your unique phrase here');
define('LOGGED_IN_SALT', 'put your unique phrase here');
define('NONCE_SALT', 'put your unique phrase here');
Anstelle von XXX, YYY, ZZZ und XYZ muss eine beliebige, lange, schwer zu erratene Zeichenkette (kein normales, kurzes Passwort) eingetragen werden, welche für den weiteren Betrieb nicht von unmittelbarer Relevanz ist und sich daher nicht gemerkt werden muss. Siehe weitere Hinweise und Schlüsselgenerator hier.
1. Erstelle ein Backup!
- Erstelle ein vollständiges Backup deiner Datenbank. Siehe auch: Backup von WordPress erstellen und Backup der Datenbank.
- Mache ein Backup von allen Dateien, die sich in deinem WordPress Verzeichnis befinden. Lade das vollständige Backup herunter auf deinen Computer.
- Nun überprüfe noch einmal, ob dein Backup auch wirklich vollständig ist.
- Überspringe diesen ersten – wichtigsten Schritt nicht! Das Backup ist deine Vollkaskoversicherung. Sollte irgendetwas schief gehen, kannst du damit immer den letzten funktionsfähigen Status wiederherstellen.
Plugins deaktivieren
- Deaktiviere vorsichtshalber alle Plugins. Dies ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, die zwar nicht zwingend, aber empfehlenswert ist.
3. Löschen der alten Dateien
- Lösche alle WordPress-Dateien von deinem Webspace bzw. Server. Beachte aber unbedingt die Ausnahmen, die in diesem Abschnitt genannt werden.
- Warum löschen? Damit man sichergehen kann, dass wirklich von jeder Datei die neueste Version vorhanden ist. Außerdem fallen in neuen Versionen auch hier und da mal Dateien weg, die dann also “Leichen” übrig bleiben würden.
- Wie löschen? Mit Hilfe des FTP Clients, den du auch für den Upload von WordPress auf deinen Webspace genutzt hast.
- Sind dann meine Beiträge weg? Nein! Alle Einstellungen, Einträge, Seiten, Benutzerdaten etc. werden in der Datenbank gespeichert. Und diese bleibt erhalten, auch wenn du alle Dateien von WordPress löschst.
- Die Datei
wp-config.phpdarfst du auf keinen Fall löschen. - Auch solltest du den Ordner
/wp-content/nicht löschen, damit deine Plugins und Themes (sowie Änderungen an selbigen) erhalten bleiben. - Den Ordner in dem deine Uploads gespeichert werden (meist befindet sich dieser im Ordner
/wp-content/) sollte natürlich auch nicht gelöscht werden. - Benutzt du Permalinks, so behalte auch die
.htaccess.
4. Hochladen der neuen Dateien
- Lade das aktuellste Versionspaket herunter und entpacke es. Beachte dazu bitte auch (insbesondere bei größeren Versionssprüngen [falls du noch ein älteres WordPresss benutzt]) den FAQ-Artikel Was sind die Upgradepakete und wann kann ich sie benutzen?
- Lade die neuen Dateien mit FTP genau so hoch, wie du es bei der ersten Installation getan hast.
5. Upgrade
- Rufe in deinem Browser
/wp-admin/upgrade.phpauf. Das sollte ungefähr so aussehen:www.example.org/wordpress/wp-admin/upgrade.php. Anmerkung: Der genaue Pfad hängt natürlich von deiner Installation ab. - Nachdem du die Datei aufgerufen hast, folgst du den Anweisungen auf dem Monitor.
6. Anpassen
- Wenn du vorgefertigte Themes verwendest, besuche die Seite des Autors und informiere dich, ob sie mit der neuen Version kompatibel sind, oder ob es ein Update gibt. Meist gibt es aber keine Probleme.
- Aktiviere Schrittweise deine Plugins und überprüfe, ob sie augenscheinlich noch korrekt funktionieren. Falls eines deiner alten Plugins nicht kompatibel ist, findest du im Adminbereich unter Plugins Links auf die Seiten der entsprechenden Autoren. Dort erfährst du, ob es ein Update gibt. Bei einigen Plugins gibt es ab WordPress 2.3 auch eine Benachrichtung zu Pluginupdates.
- Kompatiblitätslisten werden in der Regel im Codex (engl.) veröffentlicht.
7. Fehlersuche
- Wenn nach dem Upgrade in deinem Blog ein Haufen Fehlermeldungen erscheinen, liegt es wahrscheinlich am neuen Code. Gehe in den Administrationsbereich und deaktiviere alle Plugins. Aktiviere ein Plugin nach dem anderen und finde so heraus, welches nicht mit dem neuen Code kompatibel ist (siehe auch Punkt 6).
- Falls du in deiner alten Installation Änderungen in anderen WordPress Dateien vorgenommen hast, musst du sie jetzt im neuen Code nochmals vornehmen.
Durch ein Upgrade bekommst du immer den aktuellsten Code. Bekannte Fehler der vorhergehenden Versionen wurden behoben und der Code wurde insgesamt optimiert.
Falls nach dem Upgrade unerwartet doch Fehler auftreten sollten, kannst du dich mit deinem Problem jeder Zeit entweder an das offizielle Supportforum oder an das deutschsprachige Community Forum wenden.